„Als ob man gegen den Wind spuckt“

Die von Deutschland ernannte Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB) wirft das Handtuch: Sabine Lautenschläger tritt zurück. Sie gehörte zu den größten Kritikern der irrwitzigen Geldpolitik von EZB-Chef Draghi. Denn die EZB kauft wieder Staatsanleihen von Pleitestaaten – auf Kosten unseres Wohlstands, um zig Milliarden Euro und zeitlich unbefristet.

Der Rücktritt von EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger sorgte weltweit für Aufsehen. Die Deutsche hatte sich öffentlich gegen EZB-Chef Mario Draghi gestellt. Denn der Italiener ließ kurz vor dem Ende seiner Amtszeit einen folgenschweren Beschluss fassen: Die EZB kauft ab sofort und auf unbestimmte Zeit um zig Milliarden Euro Staatsanleihen von Krisenländern. Der geldpolitische Wahnsinn – das Dauerretten von Pleitebanken und Pleitestaaten ohne Limit – hat eine neue Dimension erreicht.

Lautenschläger kritisierte vor der internationalen Presse, dass für einen derartigen Beschluss derzeit „keine Notwendigkeit“ besteht. Laut Nachrichtenagentur „Bloomberg“ soll es in der entscheidenden EZB-Sitzung zu massiven Streitigkeiten und einer „einzigartigen Revolte“ gegen Draghi gekommen sein. Denn die EZB ist gespalten. Dort herrscht ein Nord-Süd-Konflikt. Die Krisenländer diesmal unter der Führung Italiens und Spaniens forderten ultra-lockere Geldpolitik, Vergemeinschaftung von Schulden und damit Umverteilung unseres Volksvermögens. Deutschland, Holland, Estland und Österreich stimmten dagegen, konnten sich aber -wie immer – nicht durchsetzen. Nun ist es fix beschlossene Sache. Es kommt zur unbegrenzten Finanzierung von Krisenländern mit der Gelddruckmaschine. Lautenschläger erklärte kommentarlos ihren Rücktritt.

Die internationalen Reaktionen auf diesen geldpolitischen Wahnsinn waren pickelhart: „Absurdität der fortschreitenden Brandrodung“, „In der Privatwirtschaft wäre Draghi bereits vor Jahren gefeuert worden“, „Das ist wie in den Wind spucken“ und „Intellektuelle Bankrotterklärung“.

Für Österreich sind die Folgen fatal: Wohlstandsverlust, Inflation, Vernichtung unserer Sparvermögen und Altersvorsorgen. Der Euro wird immer weniger wert. Immer weniger Menschen kommen über die Runden. Ein Viertel aller Österreicher hat schon keine Ersparnisse mehr. Die Hälfte hat am Monatesende kein Geld auf dem Konto. Man hatte den Österreichern versprochen, dass der Euro so hart wie der Schilling wird. Stattdessen entwickelte er sich zum Nachfolger der italienischen Lira. Kein innerstaatliches Sparpaket und keine innerstaatliche Steuerreform kann diese Vermögensvernichtung wieder ausgleichen. Unsere zukünftige Regierung muss daher auch auf EU-Ebene handeln! Der Maßnahmenkatalog lautet:

  • Entmachtung der EZB
  • Schutz des Bargeldes in die Verfassung
  • Abhaltung einer Schuldenkonferenz wie nach dem 2. Weltkrieg
  • Kein Staat haftet für die Schulden eines anderen
  • Euro-Aus- und Wiedereintrittsoptionen für Krisenländer

Wenn wir die Politik der EZB nicht stoppen, wird der Traum von der Gleichheit aller Menschen zur Realität: In der Eurozone sind dann alle gleich arm.

Artikel Krone Bunt

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