Der falsche Weg

In Afrika und dem Nahen Osten sitzen über 400 Millionen Menschen auf gepackten Koffern. Sie wollen über das Mittelmeer nach Europa einreisen. Doch statt die Außengrenzen auf See zu sichern, befördert die EU afrikanische Migranten mit „Wassertaxis“ nach Italien. Den Bürgern verkauft man das als „Seenotrettung“.

 Vor ein paar Tagen meldete der ORF: „Mehr als 2.000 Flüchtlinge vor der Küste Libyens gerettet. Schiffe der italienischen Küstenwache und privater Hilfsorganisationen haben gestern mehr als 2.000 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet.“

Da drängen sich gleich mehrere Fragen auf: Die Küste Libyens ist etwa 480 Kilometer von Italien entfernt. Das lybische Festland hingegen liegt in nur etwa 20 Kilometern Entfernung. Warum werden Flüchtlinge vor Libyens Küste nicht nach Libyen gebracht? Warum wird man zur Rettung aus Seenot auf die andere Seite des Meeres, nach Italien, befördert? Und was hat die italienische Küstenwache vor der lybischen Küste zu suchen? Ist sie jetzt weltweit zuständig? Fährt sie demnächst auch in den Hafen von New York oder Tianjin, um Flüchtlinge nach Italien zu transportieren?

Tatsächlich steckt hinter dem Ganzen eine irre, perfekt eingespielte „Rettungskette“: Hundertausende Armutsflüchtlinge aus Afrika reisen ins Transitland Libyen. Von dort aus wollen sie über das Mittelmeer nach Italien. Schiffe der EU-Küstenwache „Frontex“ und privater Organisationen kreuzen vor der libyschen Küste. Die Schleppermafia setzt die afrikanischen Migranten in Lybien in Schlauchboote. Kaum auf See, rufen die Schlepper bei „Frontex“ an und geben „SOS“. Die EU-Schiffe eilen herbei, nehmen die Bootsflüchtlinge an Bord und befördern sie in das 480 Kilometer entfernte Italien. Wie Taxiunternehmen. In Italien angekommen stellen die afrikanischen Migranten ihre Asylanträge und reisen weiter in den Norden der EU.

2016 wurden 280.000 Migranten von EU-Schiffen nach Italien übergesetzt – nicht von Schleppern. Nur vier Flüchtlingsboote schafften es von sich aus nach Europa. Den Bürgern verkauft man den Wahnsinn als „Rettung im Mittelmeer“. In Wahrheit ist es ein Milliardengeschäft von Islamisten, Schlepperbanden und Asyl-Lobby.

Menschen vor dem Ertrinken zu retten, ist für eine humane Gesellschaft selbstverständlich. Taxiunternehmen für die Schleppermafia zu spielen hingegen nicht.

Nichts wäre einfacher und richtiger, als das „Australische Modell“ umzusetzen: also die Geretteten sofort wieder aufs Festland zurückzubringen und die Boote der Schlepper zu zerstören. Australien hat es mit dieser Methode geschafft, dass sich keine Schlepperboote mehr auf den Weg machen und somit auch keine Menschen mehr ertrinken.

Über 400 Millionen Afrikaner und Araber wollen nach Europa. Ihre Wunschziele sind Deutschland, Schweden und Österreich. Allein letzten Samstag beförderten EU-Schiffe 8.500 Bootsflüchtlinge nach Italien. Lauf Finanzministerium beträgt die jährliche Nettobelastung für unseren Staat pro Flüchtling 16.200 Euro. Bereits die 8.500 würden den österreichischen Steuerzahler über 137 Millionen Euro jährlich kosten. Das ist unfinanzierbar.

Der ehemalige Präsident Frankreichs Nicolas Sarkozy brachte Europas Torheit auf den Punkt: „Die EU handelt wie ein Installateur, der das Wasser bei einem Rohrbruch in der Wohnung verteilt, anstatt den Schaden zu beheben“.

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