Die Erde braucht den Menschen nicht

„60 Prozent der Österreicher haben Angst vor dem Klimawandel“- und das zur Recht. Was sich vor unseren Augen abspielt, ist die größte Bedrohung der Menschheit. In wenigen Jahren wird ein Viertel der Erde zur Wüste geworden sein. Es wird mehr als 1,5 Milliarden Klimaflüchtlinge geben. Das Physik-Genie Stephan Hawking gab uns keine 100 Jahre mehr. 

Neun der zehn tödlichsten Hitzewellen der Menschheitsgeschichte ereigneten sich seit dem Jahr 2000. Kalifornien steht nach einem beispiellos heißen Sommer in Flammen. Und der 26. Juni 2018 ging in die Geschichte ein: In einer Stadt im Oman wurden Temperaturen von mehr als 90 Grad Celsius gemessen!

Die Beispiele lassen sich beliebig fortführen. Die außergewöhnlich rasche Erhitzung der Erde ist keine Theorie mehr. Sie ist Realität. In wenigen Jahren wird ein Viertel der Erde zur Wüste geworden sein. Weite Teile unseres Planeten sind dann unbewohnbar. Die Ozeane und Meere steigen durch das Abschmelzen des Polareises immer schneller an. In den Küstenregionen leben etwa 1,5 Milliarden Menschen. Sie werden Klimaflüchtlinge.

Laut „market-Umfrage“ haben „60 Prozent der Österreicher Angst vor dem Klimawandel“ – und das zur Recht. Maria Stern, die Sprecherin der „Liste Pilz“ (nun: „Jetzt“), beschrieb die Dramatik auf Facebook so: „…Heute denke ich an den geliebten Wald meiner Jugend. Es gibt ihn nicht mehr, denn er hat vor drei Jahren begonnen, zu sterben. Es regnet nicht mehr im Mühlviertel, seit drei Jahren nicht. Die spärlichen Tropfen benetzen zwar hin und wieder den Boden, haben aber aufgehört, ihn zu durchdringen. Der Mais hinterm Haus wächst nur mehr wenige Zentimeter und die Wiesen, durch die ich als Jugendliche heimlich lief, reichen im August nicht mehr an meine Hüften. Mittlerweile wächst zu wenig Gras für die Kühe…Manche Bauern haben deshalb begonnen, ihre Kühe zu schlachten. Im Wald meiner Jugend sind die undurchdringlichen Büsche verschwunden….Da, wo sichere Orientierungspunkte beim Beerenpflücken waren, ist gähnende Leere. Da wo dichte Bäume standen…ist nichts mehr…Überall Trockenheit und Borkenkäfer. Borkenkäfer werden von gesunden Bäumen mit ihrem Harz abgestoßen. Vom Durst geschwächte Bäume haben nicht die Kraft dazu. So dringen die Käfer ein … und der Baum stirbt. Seit drei Jahren sterben tausende Bäume im Mühlviertel. Überall tote Bäume. Als ich von Wien hierher kam, fuhr ich ausnahmsweise nicht mit dem Zug und machte Bekanntschaft mit der strunz depperten und klimaerhitzenden Teststrecke des Verkehrsministers. Dass die Liste Pilz vorige Woche eine Sondersitzung zum Klimaschutz machte, wurde in der Presse kaum erwähnt. Dafür mussten wir uns die Umweltministerin anhören. Ihre artigen Sätze, ihre kraftlosen Sätze. Sätze, die nichts mit dem Waldsterben im Mühlviertel zu tun haben. Sowohl der Verkehrsminister als auch die Umweltministerin haben nichts begriffen…“

Öl- und Gaskonzerne haben Milliarden in Propaganda investiert, um uns glauben zu machen, der Klimawandel werde nicht vom Menschen erzeugt. Dieses Lügenkonstrukt lässt sich nicht länger aufrechterhalten. Die zusätzliche Wärme, die wir – täglich – durch unseren CO2-Ausstoß erzeugen, entspricht der Hitze von 400.000 Atombomben. Entweder ändern wir unsere Lebensweise und steigen auf erneuerbare Energien um – oder wir haben keine 100 Jahre mehr, wie es Stephan Hawking prophezeit hat. Denn die Erde braucht den Menschen nicht.

Artikel Krone Bunt

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