Gutmenschen außer Rand und Band

Die politische Korrektheit wird immer schriller. Kleine Glöckchen an Handys und Taschen sollen Taschendiebe sanft vertreiben, der Burkini wird als Rettung vor Hautkrebs gefeiert und das Haut-Klebe-Tattoo „NO!“ soll vor Grapschern im Schwimmbad schützen. Sind die Gutmenschen jetzt außer Rand und Band?

In letzter Zeit häufen sich immer schrägere Fälle politischer Korrektheit. Hier das Beste (mit meinem Kommentar): In Dortmund ließ der Innenminister die Polizei kleine Glöckchen auf den Straßen verteilen. Die sollen alle Bürger an ihren Handys und Handtaschen anbringen, damit sie gegen Taschendiebe geschützt sind. Der ständige Glöckchenklang soll die Menschen auch daran erinnern, nur die Dinge einzupacken, die sie wirklich brauchen. (Das war nur die zweitbeste Lösung gegen die ausufernde Kriminalität: Am sichersten wäre eine generelle Ausgangssperre für alle Bürger, die nicht bestohlen werden wollen. Das würde auch die Polizei entlasten).

„Der Burkini ist die Rettung vor Hautkrebs“. Experten sind sich da ganz sicher. Das war allen Ernstes das Ergebnis des Wiener Welt-Kongresses zum Thema Hautkrebs (Die Männer hatte man dabei ganz vergessen. Aber bei denen können ja Scharia-Strafen wie Steinigungen oder Enthauptungen verhindern, dass sie an Hautkrebs sterben).

Legendär ist die Empfehlung Bürgermeisterin von Köln Henriette Reker in Folge der Kölner Skandalnacht an Sylvester, in der ein enthemmter Mob aus nordafrikanisch-arabischem Kulturkreis Frauen vergewaltigte, sexuell nötigte und beraubte: Sie riet allen Frauen, in Zukunft einfach eine Armlänge Abstand zu Fremden zu halten. In eine ähnliche Kerbe schlägt nun die Verteilung des Klebe-Tattoos mit dem Schriftzug „NO!“ an Badegäste. Das sollen sich alle auf die Haut kleben, die im Schwimmbad nicht begrapscht werden möchten (Am besten gut sichtbar auf Po und/oder Busen).

Das ist die wunderbar verkehrte Welt der Gutmenschen: Anstatt gegen kriminelle Täter mit der vollen Härte des Gesetzes vorzugehen und Feinden unserer Freiheit die Tür zu weisen, stellt man idiotische Verhaltensregeln für die Bürger auf, die einer Verhöhnung oder Unterwerfung gleichkommen.

Die Idiotie erinnert an die Schildbürger, als sie eine schwarze Katze aus ihrer Stadt vertreiben wollten: die Schildbürger legten Feuer an jedes Haus, auf dessen Dach sich die Katze flüchtete – bis die ganze Stadt in Schutt und Asche lag.

EMPFEHLEN

Ein Gedanke zu „Gutmenschen außer Rand und Band“

  1. Ich finde das wort „Gutmensch“ sollte das Unwort des Jahres sein. Dieses Wort ist genauso irreführend, wie die selten dumme „politische Korrektheit“.

    „Politische Korrektheit“ bedeutet nichts anderes, als dass die Politiker uns vorschreiben möchten, was wir zu sagen haben. Das widerspricht eindeutig der Meinungsfreiheit und jeder Politiker, der meint dem Volk vorgeben zu können, was es sagen darf, sollte sofort fristlos (ohne Bezüge oder Pensionsansprüche) entlassen werden!

    Es wird Zeit, dass die Politiker wieder lernen, dass sie als VOLKSVERTRETER angestellt sind und nicht als Überwacher des Volkes! Politiker glauben uns alles vorschreiben zu können. Wie jedoch ein passendes englisches Sprichwort besagt: Beliefs are not a reliable criteria for reality.

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