Das stinkt ja zum Himmel

Europa steht vor einer neuen Krise: Italiens marode Banken sitzen auf faulen Krediten von 360 Milliarden Euro. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) – Italo-Banker Mario Draghi – fordert jetzt die Rettung auf Kosten der EU-Steuerzahler. Sie sollen die faulen Kredite am Ende kaufen. Es wird nun aberwitzig.

Die italienischen Banken stehen vor dem selbstverschuldeten Totalkollaps. Sie sitzen auf faulen Krediten in Höhe von 360 Milliarden Euro. Dieses Problem möchte EZB-Chef Mario Draghi nun elegant auf uns überwälzen. Nach dem Motto „Gewinne von Banken privatisieren und Verluste von Banken verstaatlichen“ forderte er in einer Pressekonferenz die Banken-Rettung aus EU-Steuergeldern. Die Steuerzahler – also wir – sollen die faulen Kredite am Ende kaufen. Kaum hatte Draghi die Zauberformel ausgesprochen, kam es an den Börsen auch schon zu einem Kursfeuerwerk und Fest für Spekulanten. Allein die Aussicht auf das Geld der für dumm verkauften Steuerzahler ließ die Aktienkurse italienischer Banken in die Höhe schnellen.

Und Draghis Chancen, uns die Banken-Rettung in Italien umzuhängen, stehen sehr gut. Deutsche Geldhäuser haben italienischen 90 Milliarden Euro geliehen. Im Falle der Pleite würde die Deutsche Bank 13 Milliarden Euro verlieren. Die Franzosen haben den Italienern sogar 250 Milliarden Euro geborgt. Sie alle wollen nicht, dass ihre eigenen Aktionäre, Investoren oder Kunden den Schaden der Pleite tragen. Bezahlen sollen das lieber die Steuerzahler, etwa in Österreich. Das scheint zwischen Italien, Deutschland und Frankreich bereits ausgemachte Sache zu sein. Anders ist der süffisante Satz von Frau Merkel, sie „sehe keine Krise insgesamt“ und das „Problem werde gut gelöst“, gar nicht zu verstehen.

Und hier zeigt sich das grundsätzliche Dilemma der EU. An den Schaltstellen sitzen die jeweils falschen Personen: In der Flüchtlingsfrage gibt Frau Merkel den Ton an. Für die maroden italienischen Banken ist der italienische Banker Mario Draghi zuständig. Wirtschafts- und Währungskommissar ist der französische Schuldenkönig Pierre Moscovici, Kommissar für Energie und Klimaschutz ein spanischer Erdölmagnat. Die EU-Finanzmärkte wurden vom berüchtigten britischen Banken-Lobbyisten Jonathan Hill betreut, und Kommissionspräsident ist der Luxemburger Jean-Claude Juncker. Er soll die Steuertrickserei der Konzerne abstellen, dabei hatte er als Regierungschef von Luxemburg den Skandal um illegale Staatshilfen für Konzerne in Form von Steuervorteilen zu verantworten.

Die kolossale Fehlbesetzung in der EU erinnert fatal an ein spöttisches Zitat über Europa: „Der Himmel ist dort, wo die Polizisten Briten sind, die Köche Franzosen, die Techniker Deutsche, die Liebhaber Italiener und die Schweizern alles organisieren. Die Hölle aber ist dort, wo die Köche Briten, die Techniker Franzosen, die Liebhaber Schweizer und die Polizisten Deutsche sind und alles von Italienern organisiert wird“.

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Ein Gedanke zu „Das stinkt ja zum Himmel“

  1. welch treffende Worte
    stellen sich die Fragen :
    Wieviel müssen Menschen erst verlieren um diesen Banken ihr schwer verdientes Geld nicht mehr zu überlassen ?
    Wieviel mehr muss man unseren Österreichern weg nehmen, dass Sie kappieren wo wirkliche Hilfe zu erwarten ist ?
    Wieviel unserer Bürger wollen wirklich eine sichere, freie, Zukunft ihrer Kinder ?
    Und wieviele unserer Bürger wachen auf und sind bereit für unsere Zukunft etwas zu tun ?

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