Wir schaffen das – vielleicht auch nicht…

Vor fünf Jahren erreichte die so genannte „Flüchtlingskrise“ ihren Höhepunkt. Die Zitate der damaligen österreichischen und deutschen Staatsführung sind aus vielen Gründen unvergessen.

Fünf Jahre istes her, dass die „Flüchtlingskrise“ losbrach. Das ist Anlass genug, um die berühmtesten Zitate der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und ihres damaligen Amtskollegen, Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann, in einer Art Doppelconférence widerzugeben. Amüsant ist, wie beide ihre offensichtliche Fehleinschätzung der Lage nach und nach zu relativieren versuchten.

„Wir schaffen das!“

(Angela Merkel, am 31.8.2015)

„Balken auf für die Menschlichkeit!“

(Werner Faymann, lobt am 5.9.2015 die Zusammenarbeit mit Merkel und kritisiert Ungarn hart für die Errichtung eines Zaunes vorerst aus Stacheldraht)

„Ich sage wieder und wieder. Wir können das schaffen und wir schaffen das.“

(Angela Merkel, am 15.9.2015)

„Ich bin dir sehr dankbar, dass du nicht zögerlich warst.“

(Werner Faymann, am 15.9.2015 zu Angela Merkel)

„Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da.“

(Angela Merkel, am 22.9.2015)

„Ich glaube nicht, dass Zäune helfen – das ist müßig. Wir haben das in Ungarn gesehen, dort wurde mit viel Aufwand ein Zaun gebaut. Die Flüchtlinge kommen trotzdem und suchen sich dann andere Wege. Mit Zäunen werden wir das Problem nicht lösen.“

(Angela Merkel, am 4.10.2015)

„Es kommt weder ein Zaun zu Ungarn noch ein Zaun zu Slowenien.“

(Werner Faymann, am 28.10.2015)

„Ich habe gesagt ‚Ja, wir schaffen das‘. Ich habe aber nicht gesagt, wir schaffen das ganz alleine.“

(Angela Merkel, am 14.10.2015)

„Wir zäunen Österreich nicht ein. Es ist ein Unterschied, ob man eine Grenze baut oder ob man ein Türl baut mit Seitenteilen. Es ist kein Zaun rund um Österreich. Das ist eine technische Sicherheitsmaßnahme, die Österreich nicht einkastelt.“

(Werner Faymann, am 28.10.2015)

„Es ist uns gegenüber ausgesprochen unfair. Merkels Politik kann dazu führen, dass Österreich Schaden nimmt. Wir wollen aber nicht die Pufferzone für Deutschland sein.“

(Werner Faymann, am 26.3.2016)

„Ohne jeden Zweifel ging, wie ich schon oft gesagt habe, mit der Schließung der griechisch-mazedonischen Grenze die Zahl der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge deutlich zurück. Eine nachhaltige Lösung aber war das nicht.“

(Angela Merkel, am 14.10.2015)

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