Zurück ins Mittelalter

Die „Standardüberprüfung in Deutsch für die 4. Schulstufe“ brachte zutage, dass 40% der Schüler nicht sinnerfassend lesen können. Dabei wurden Zigtausende Kinder von Migranten mit mangelnden Deutschkenntnissen erst gar nicht mitgezählt. Dieser Wahnsinn wird in nur einer Generation unsere gesamte Lebensweise in Frage stellen.

Die große österreichweite „Standardüberprüfung in Deutsch“ für alle 10-jährigen offenbarte ein Desaster: 40% der Schüler können nicht sinnerfassend lesen. Sie verstehen altersgemäße Sätze nicht. Sie lesen einen einfachen Text und wissen nicht, was sie gerade gelesen haben. Und das, obwohl „alle außerordentlichen Schüler“ – also jene, die laut Schulunterrichtsgesetz mangelnde Deutschkenntnisse haben  –  von der Teilnahme an dem Test ausgenommen waren. Wie viele tausend Kinder bei den 40% nicht mitgezählt wurden, ist unbekannt. In Wien etwa hat jede zehnte Volksschule einen Migrantenanteil von 90%. Jeder zweite Schüler verwendet Deutsch nicht als Umgangssprache; viele können dem Unterricht in keiner Weise folgen.

Inmitten einer hochtechnisierten, immer wissenschaftlicheren Welt wächst gerade eine Generation von mehr als 50% Analphabeten heran. Das sind Werte wie im ausgehenden Mittelalter – damals gab es auch nur etwa 30% „Lesekundige“.

Das ist mehr als eine Katastrophe, das ist existenzbedrohend. Österreichs Reichtum besteht nur zu 1% aus Rohstoffen, aber zu 84 % aus Erfindergeist, Können und Tüchtigkeit der Bürger. Unser Vorsprung in der Welt gründete auf besserer Kapitalausstattung, besserer Bildung und besserer Technisierung. In all diesen Bereichen sind wir im Abstieg – unsere Leistungsfähigkeit schwindet täglich. Dafür explodieren unsere Sozialausgaben. Und das ist kein Wunder: denn in modernen Volkswirtschaften werden geringe Qualifikationen kaum nachgefragt. Das AMS gibt bereits jährlich € 575 Millionen etwa für Schulungen, Förderungen und Beihilfen „ausgrenzungsgefährdeter 15-24-jähriger“ aus, die wegen ihrer schulischen Defizite kaum je Chancen auf Dauerbeschäftigung haben. Hinzu kommen Flüchtlinge, von denen man uns erzählt hat, sie hätten einen so hohen Bildungsgrad, dass sie auf dem Arbeitsmarkt leicht Fuß fassen würden. Von „syrischen Ärzten und Atomphysikern“ war die Rede. Tatsächlich sind „65% Analphabeten und können keinen Busfahrplan lesen“, wie Hamburgs Universitäts-Präsident Professor Dieter Lenzen erhoben hat. Daher sind über 90 % der Flüchtlinge – so Finanzminister Schelling – auf dem Arbeitsmarkt kurzfristig nicht integrierbar; 70-80% werden dauerhaft zu vollversicherten Mindestsicherungs-Beziehern. Im Falle des Familiennachzuges wird ihre Zahl auf das Drei- bis Fünffache steigen. Und das bei einer Arbeitslosigkeit in Österreich von derzeit 10 %.

„Nur wenn Hochleistungen erbracht werden, hat man auch ein entsprechendes Produktions- und Lohnniveau“, stellte Alfred Gusenbauer 2008 fest und forderte die „solidarische Hochleistungsgesellschaft“.

Von der ist man 2016 weit entfernt. Das Bildungsministerium ließ zum Skandal-Test-Ergebnis gar offiziell verkünden, dass „das österreichische Bildungswesen sehr gut funktioniert“. Das klingt wie eine Durchhalteparole aus Nordkorea. Vermutlich wird man den Test nun auf ein noch tieferes Niveau senken, damit ihn fast jeder besteht und die Ergebnisse nicht mehr so schlimm ausfallen.  Das ist dann so, als ob man eine Krankheit heilen wollte, indem man das Fieberthermometer wegwirft.

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