Auf dem sinkenden Schiff

Vor wenigen Tagen erschien – von unseren Politikern völlig unkommentiert – das „Times-Uni-Ranking“. Es ist die wichtigste Rangliste für Hochschulen weltweit. Österreichs Universitäten sind weit abgeschlagen und belegen miserable Plätze. Das ist nur die Spitze des Eisbergs: Wir sind drauf und dran, den Kampf um die Zukunft zu verlieren.

30% der Schüler können nach 9 Jahren Unterricht nicht lesen, schreiben oder rechnen. Ganze Schulklassen, ja ganze Schulen sind bei der Zentralmatura in Mathematik durchgefallen. Unsere Universitäten belegen international miserable Platzierungen: die Uni Wien liegt weltweit nur auf Rang 161; alle anderen heimischen Hochschulen belegen Plätze irgendwo zwischen 250-500, oder scheiden überhaupt aus. Das Ergebnis ist verheerend und die Größe unseres Landes keine Ausrede: Die Technische Hochschule Zürich belegt im „Times-Uni-Ranking“ Platz 9, Schweden ist gleich mehrfach, etwa auf Platz 28, vertreten und die Niederlande schaffen es 13mal unter die besten 200. Unsere Zukunft ist weit mehr gefährdet, als den Politikern überhaupt bewusst ist. Österreichs Reichtum besteht nur zu 1% aus Rohstoffen. Unser Land ist ganz auf den Erfindergeist, die Tüchtigkeit und das Können seiner Bürger angewiesen. Noch vor ein paar Jahrzehnten erschien die Hälfte aller wissenschaftlichen Schriften auf Deutsch. Es gab eine unübersehbare Anzahl von Nobelpreisträgern, die das österreichische Bildungswesen durchlaufen hatten. Diese „technische Revolution“ führte zu beispiellos hohen Löhnen. Mit denen konnten wir den Sozialstaat errichten und finanzieren. Aber wo kein Fortschritt, kein Wissen und kein technischer Vorsprung mehr ist, geraten die Löhne unter Druck. Wir schaffen längst nicht mehr den wissenschaftlich-technischen Fortschritt und die hohe Produktivität, um die sozialen Standards und den Wohlstand zu sichern. Immer mehr Menschen arbeiten für immer weniger Lohn.
Die Asiaten hingegen wissen, dass die Technisierung und Qualität ihrer Arbeitskräfte den Kampf um die Zukunft entscheiden: China bildet jedes Jahr eine Million Ingenieure aus. Indiens Schulen formen die Weltelite der Computerprogrammierer. Die USA mit Technologiegiganten wie Google, Facebook und Skype haben uns völlig abgehängt.

Das Desaster verdanken wir ignoranten Politikern und der bunten Gemeinde der „Kuschel-, Erlebnis- und Wohlfühl-Pädagogen“. Sie haben eines der besten Bildungssysteme – das österreichische – ruiniert, weil sie lieber „alle Menschen gleich schlecht statt unterschiedlich gut“ machen wollen.

Hinzu kommt, dass Österreich trotz einer Steuer- und Abgabenquote von 42% total verschuldet ist,  unser Land jährlich Zigtausende Flüchtlinge aus dem arabischen Raum aufnimmt, von denen 80% dauerhaft zu vollversicherten Mindestsicherungs-Beziehern werden (so Finanzminister Schelling) und bald nur noch zwei Erwerbstätige einen Pensionsberechtigten durchschnittlich 25 Jahre finanzieren werden.

Wenn es nun auch zu einer „Maschinensteuer“ kommt, dann erinnert das Ganze fatal an die Bordkapelle beim Untergang der Titanic: Die spielte unbeirrt weiter, als das Schiff mit den Passagieren bereits am Sinken war.

EMPFEHLEN

Ein Gedanke zu „Auf dem sinkenden Schiff“

  1. Die Maschinensteuer ist an sich keine schlechte Idee. Vorallem wenn man bedenkt, dass die Automatisierung natürlich auch die Arbeitslosenzahlen erhöht. Das Problem dabei ist, dass Steuern nicht zweckgebunden sind und somit verwendet werden um untransparente Steuerlöcher zu stopfen.

    Was dringend benötigt wird ist ein Transparenzgesetz und zweckgebundene Steuern. Jede Steuer sollte meiner Meinung nach Zweckgebunden sein! Die KFZ-Steuer war das z. B. mal und als zuviel Geld übrig blieb wurden nicht, wie man meinen sollte, neue Straßen damit gebaut oder gar die Steuer gesenkt. Nein! Man hat einfach die Zweckbindung dieser Steuer entfernt und mit den Überschüssen Steuerlöcher gestopft. So kann man einfacher Steuergelder verschwenden! Kann ja keiner kontrollieren, in welchem Loch das Geld verschwindet. Deshalb benötigen wir jetzt Autobahn Mauten, obwohl das Geld dafür eigentlich aus der KFZ-Steuer kommen sollte und mehr als genug auch kam 😉

    Eine zweckgebundener Maschinensteuer könnte man dazu verwenden die Arbeitslosigkeit zu verringern indem man Arbeitssuchende aktiver unterstützt oder Jobs durch Förderung kreiert.

    In nicht allzu langer Zeit wird man sich überlegen müssen, ob man eine Automatisierungssteuer nicht dazu heranzieht ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ zu finanzieren, da die Automatisierung nunmal so schnell vorangeht, dass Massenarbeitslosigkeit garnicht vermeidbar ist. (Ausser unsere Politverräter pressen uns vorher noch in einen Krieg mit Russland, aber das ist ein anderes Thema.)

    Generell könnte man der Verschwendung besser Einhalt gebieten, wären alle Steuern zweckgebunden. Dann würde man sofort sehen, wo Geld verschwendet wird und dem etwas entgegensetzen. Aber das möchten die Parteien natürlich nicht, weil die sind es ja, die unser Geld verschwenden. 😉

    Würden die Politiker aber wirklich die Steuereinkünfte massiv erhöhen wollen, dann müssten sie einfach nur dafür sorgen, dass Konzerne dort Steuern bezahlen, wo diese ihre Waren und Leistungen auch verkaufen, anstatt zu erlauben, dass diese ihre Gewinne in Steuerparadiese transferieren können. Aber das möchten sie natürlich auch nicht, weil die Politiker diese Steuerparadiese natürlich selbst ausnützen, die werden sich doch nicht selbst ins Knie schießen 😉

    Dann wäre da auch noch die Kirche, welche nicht steuerpflichtig ist. Man stelle sich vor, der Vatikan müsste seine Gewinne versteuern! Alle staatlichen Geldprobleme würden der Vergangenheit angehören!

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