Codename: „Florijn“

„Gold ist die Basis für ein neues Finanzsystem, wenn das bestehende zusammenbrechen sollte“. Das verlautbarte die Niederländische Nationalbank vergangene Woche. Zeitgleich verlagerte sie ihre Goldreserven in eine vom Militär bewachte Hochsicherheitseinrichtung. Das ist ein Alarmsignal. Österreich muss auf einen Crash vorbereitet sein!

Die niederländische Nationalbank (DNB) gilt als bestinformierte Notenbank im Euro-Raum. Und vor allem: Sie handelt rasch, sehr rasch. 2014 holte sie in einer Geheimaktion über 122 Tonnen Gold aus dem Ausland nach Amsterdam zurück. Während andere Regierungen schliefen, bereitete sich die DNB auf den Crash vor – und das aus gutem Grund: Das internationale Finanzsystem stand auf der Kippe. Der Euro stand vor dem Aus. Die Situation war so dramatisch, dass die deutsche Kanzlerin Merkel und ihr niederländischer Amtskollege hinter den Kulissen bereits die Rückkehr zur D-Mark und zum niederländischen Gulden vorbereitet hatten. Für den Fall des Auseinanderbrechens der Eurozone wären die Niederlande sofort in der Lage gewesen, ihre frühere Währung als Zahlungsmittel in Umlauf zu bringen. Die Geheimaktion trug den Codenamen „Florijn“.

Zum Vergleich: 84% der österreichischen Goldbestände lagerten damals im Ausland. Bei einem Euro-Crash wären wir verloren gewesen.

Heute, 2019, ist die Situation vergleichbar dramatisch: .Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihr „Anleihekaufprogramm“ wiederaufgenommen. Sie kauft seit Mitte September ohne finanzielles Limit Staatsanleihen von Krisenländern. Erst wenige Wochen zuvor hatte die EZB ein sechstes, milliardenschweres Bankenrettungspaket („GLG III“) verabschiedet. Großbritannien – die zweitgrößte Volkswirtschaft der EU – verlässt die Union (Brexit). Frankreich hat den „sozialen und wirtschaftlichen Notstand“ ausgerufen. Italiens Banken sitzen auf faulen Krediten von mehr als 360 Milliarden Euro. Und US-Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman sagt der gesamten Eurozone eine gefährliche Rezession voraus. An eine „weiche Landung“ glaubt er nicht, sondern an einen „harten Aufschlag“.

Just in dieser Situation verlagerte die DNB ihre Goldreserven in eine von der Armee bewachte Hochsicherheitseinrichtung und verlautbarte, dass „Gold die Basis für ein neues Finanzsystem ist, wenn das bestehende zusammenbrechen sollte“.

Das ist ein Alarmsignal! Gold ist die wichtigste Währungsreserve. Es dient beim Crash als Zahlungsmittel. Unsere Regierung und Nationalbank müssen jetzt handeln!

50% unserer Goldbestände lagern immer noch im Ausland. Im Krisenfall zählt nur der sofortige Zugriff auf echte Barren. Die Rückholung unseres Staatsgoldes muss ehestmöglich veranlasst werden. Österreich muss seine Bestände auch durch Zukäufe aufstocken. Denn wir verfügen wir über viel zu wenig Gold.

Die Gefahr ist nahe. Prominente Notenbanker aus Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden haben vor 14 Tagen öffentlich vor einem Crash gewarnt: „Sollte eine große Krise zuschlagen, wird sie eine ganz andere Dimension haben als die, die wir zuvor gesehen haben“.

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