Das große Finale

Der Krieg gegen das Bargeld geht in die entscheidende Phase. Nun will sogar die deutsche Bundesregierung Barzahlungen von mehr als 5000 Euro EU-weit verbieten lassen. Brüssel zeigt sich dafür „offen“ und der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi erklärt, die Abschaffung des 500-Euro-Scheins „bereits vorzubereiten“. Das ist ein Angriff auf Vermögen und Freiheit der Bürger und – der Anfang vom Ende des Geldes als unser privates Eigentum.

Alle Vorhaben von Finanzeliten, das Bargeld EU-weit abzuschaffen, scheiterten bislang am Widerstand Deutschlands. Aber der ist nun gebrochen. Deutschland wird allein die Versorgung der Flüchtlinge laut dem Institut der deutschen Wirtschaft in den nächsten Monaten 50 Milliarden Euro kosten. Die Großwetterlage in der Eurozone ist nicht besser. Die 1,6 Billionen Euro Geldschwemme der EZB – also die gesetzwidrige Finanzierung von Pleitestaaten mit der Druckerpresse – verpufft wirkungslos. Das Geld kommt in der Wirtschaft nicht an. EZB-Chef Draghi verbleibt als letzter Schritt wohl nur noch, „Geld mit dem Helikopter abzuwerfen“, oder – das Bargeld abzuschaffen. Schrittweise, zunächst durch Obergrenzen für Bargeschäfte und Abschaffung der 500er-Note, um keinen Proteststurm verängstigter Sparer auszulösen.

In der Welt ohne Bargeld könnten EZB und Zentralbanken die Bürger zum Konsum zwingen. Auf alle Sparguthaben würden so hohe Straf-Zinsen eingehoben, dass die Menschen ihr Erspartes lieber ausgeben anstatt es am Konto dahinschmelzen zu lassen. Der Fluchtweg ins Bargeld wäre dem Bürger abgeschnitten; private Goldkäufe würden besteuert oder verboten. Staaten, Regulierungs-Einrichtungen und Finanzinstitutionen hätten ungehinderten Schnellzugriff auf unsere Bankkonten. Die Einhebung von Schulden- und Vermögenssteuern zur Rettung überschuldeter Staatshaushalte, Krisenländer und Pleitebanken ließe sich – auch bei Kleinsparern – über Nacht durchziehen. Der wehrlose Bürger sieht dann am nächsten Morgen auf dem Kontoauszug, dass eine „Sonder-Abgabe“ von beispielsweise 47% abgebucht wurde; wie 2013 in der Zypern-Krise – „dem größten Bankraub aller Zeiten“ (so „Spiegel online“).

Das wäre das Ende des Geldes als privates Eigentum – was die Finanzeliten um IWF, OECD, EU und EZB schon seit Monaten fordern (kein Bargeld, 10%ige Zwangsabgabe auf Sparguthaben, Straf-Zinsen und Konsumzwang). Die Menschen würden auf Dauer so „gläsern“, dass ihrer Bevormundung durch den Staat keine Grenze gesetzt wäre: Übergewichtige etwa dürften mit ihrer Kreditkarte oder dem Smartphone keine Schokolade mehr kaufen, Menschen mit „schwacher“ Gesundheit keinen Alkohol oder bloß eine geringe Anzahl Zigaretten und politisch Andersdenkende nur staatlich verordnete Literatur. Zugriff auf die Daten über unsere Lebensgewohnheiten hätten Staaten, Geheimdienste und Konzerne. „Lästigen Bürgern“ könnte man mit der Kontosperre die Existenz zerstören.

Die Einführung der Bargeldobergrenze von 5000 Euro wird den Menschen als „Kampf gegen Terror und Steuerhinterziehung“ verkauft. In Wahrheit ist sie der erste Schritt, um die Bürger an die bargeldlose Welt zu gewöhnen. Einmal eingeführt wird die Grenze rasch auf 500 oder – wie in Griechenland – 70 Euro absinken und am Ende gibt es kein Bargeld mehr. Wie sagte schon EU- Kommissionspräsident Juncker: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt“.

Unsere Regierung und Notenbank müssen sich dem unter allen Umständen widersetzen; nötigenfalls durch eine Volksabstimmung, da nur Freiheit, Bargeld, Strukturreform und Budgetkonsolidierung Mittel zur Lösung der Krise sind.

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2 Gedanken zu „Das große Finale“

  1. Ageh Peter und wer gibt dir dann das Bargeld in anderer Währung? Du glaubst doch nicht etwa, dass die Banken dir dann noch Bargeld in anderen Währungen geben? Ich bezweifle, dass Menschen den Weg in die Schweiz antreten um dort Franken zu kaufen. Wie bekommst du das Geld dann, wenn du es benötigst, wo die Banken dir keines mehr geben? Die Schweizer Franken kannst du nur in der Schweiz ausgeben und die Schweizer werden dir keine Euro dafür geben, solltest du mal Geld benötigen. 😉

    Mal abgesehen vom Aufwand und den Reisekosten.

  2. Wenn also die Abschaffung des Bargeldes (wo und durch wen?) die effektivste Lösung ist, an das Geld der Bürger zu kommen und ihn damit zu kontrollieren, warum gibt es dann auf der ganzen Welt kein Land, in dem das Bargeld abgeschafft wurde? Himmel, sogar in Diktaturen wie auf Kuba oder in Nordkorea gibt es Bargeld in Hülle und Fülle …

    Dann: In § 1 Eurogesetz ist festgehalten, dass auf Euro lautende Banknoten und auf Euro und Cent lautende Münzen in Österreich gesetzliche Zahlungsmittel sind. Weiters findet sich in § 61 Nationalbankgesetz (NBG) die Bestimmung, dass die von der Oesterreichischen Nationalbank, der EZB und von den anderen nationalen Zentralbanken der Mitgliedsstaaten des Euroraumes ausgegebenen, auf Euro lautende Banknoten gesetzliche Zahlungsmittel sind.

    Bargeld abschaffen heißt, das gesetzliche Zahlungsmittel abschaffen. Ohne gesetzliches Zahlungsmittel gibt es kein schuldbefreiendes Zahlungsmittel mehr, und wie wir alle wissen, ist Guthaben auf der Bank eben nur Guthaben und kein Zahlungsmittel.

    Und: Um Negativzinsen einführen zu können, müsste Bargeld weltweit gleichzeitig überall und komplett abgeschafft werden“, sagt Bundesbank-Vorstand Thiele. Andernfalls könnte jeder sein Vermögen jederzeit in einer anderen Währung aufbewahren und dem Negativzins entgehen. „Das ist völlig illusorisch.
    Wissen Sie, was das bewirken würde, das Bargeldverbot zB in der EU – im Eurosystem-Raum? Die Entwicklung einer durch die EU nicht kontrollierbare Schattenwährung.

    Zumindest solche Basics sollte man berücksichtigen, wenn man solch alarmistische Glossen verfasst.

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