Der wahre Skandal

Tagelang herrschte über den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen größte Aufregung. Politiker und Journalisten überschlugen sich in ihrer Empörung über US-Präsident Trump. Dabei gibt hier nur einen Skandal: Und der heißt nicht Trump, sondern Pariser Klimaschutzabkommen. Das Abkommen ist ein tragisch-komischer Witz!

Die Bilder der Pariser Klimakonferenz sind unvergesslich und gingen um die Welt: Berufspolitiker aus 200 Ländern fielen einander um den Hals, weinten, schrien, machten hysterisch Selfies oder beglückwünschten sich vor laufenden Kameras. Umweltsünder wie China, Indien oder Polen mit ihren Hunderten Kohlekraftwerken präsentierten sich als Klimaretter und US-Präsident Obama twitterte damals: „Das ist riesig“.

Was war geschehen?

Im Grunde genommen nichts. Die Teilnehmer an der Pariser Klimakonferenz hatten sich nach tagelangen Verhandlungen auf den banalen Satz geeinigt: „Die Erderwärmung soll nicht mehr als 1,5 Grad Celsius betragen“. Verbindliche Regeln, Vorgaben oder Maßnahmen, damit die Erde sich nicht um mehr als 1,5 Grad erwärmt, vereinbarten sie nicht.

Sie hätten genauso gut beschließen können, dass ab heute nur noch Gutes und nichts Böses mehr auf der Welt geschehen soll. Und so sieht der Inhalt des Pariser Klimaschutzabkommens auch aus, das lautet:

  1. Niemand ist zu irgendetwas verpflichtet.
  2. Jeder kann aus dem Abkommen jederzeit wieder aussteigen.
  3. Bei Vertragsverletzungen gibt es keine Strafe. Es gibt nicht einmal einen zuständigen Gerichtshof.
  4. Was getan werden muss, damit sich die Erde nicht über 1,5 Grad erwärmt, wissen wir auch nicht.

Am Ende legten 163 Länder freiwillige Klimaschutzpläne mit „schöngefärbten Daten“ vor. Das war eine Inszenierung für die Medien. Niemand dachte daran, sie jemals umzusetzen. Aber selbst bei Umsetzung dieser „geschönten“ Klimaschutzpläne käme es immer noch zur Erwärmung des Weltklimas um 3 Grad!

Mit einem Wort: Das Pariser Klimaschutzabkommen ist ein Witz. Ein Etikettenschwindel. Das Beste an dem Abkommen ist sein irreführender Name: „Klimaschutzabkommen“. Es täuscht etwas vor, was es in Wahrheit gar nicht gibt.

Und aus diesem „Pariser Nicht-Klimaschutzabkommen“ sind die USA nun ausgestiegen, was die scheinheilige Empörung der politischen Welt auslöste. Von Macron bis Merkel hagelte es harsche Kritik an Trump. Worte wie „beschämend“ und „falscher Weg“ waren noch das Harmloseste. Fast alle Journalisten ließen sich auf die falsche Fährte locken: nämlich auf Trump einzuprügeln.

Nun kann man den US-Präsidenten mögen oder nicht. Aber „das Beschämende“ hier ist nicht der Ausstieg von Trump. Der wahre Skandal ist das Pariser Klimaschutzabkommen – dass das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde.

Im Klartext: Flut- und Hochwasserkatastrophen, Flächenbrände, Wirbelstürme, Hitzewellen, Dürreperioden, Wassermangel, verdorrte Ernten, Abschmelzen der Pole und Ansteigen der Meeresspiegel. Es bleibt nur noch sehr wenig Zeit. Wir brauchen rasch ein Klimaschutzabkommen, das seinen Namen verdient.

Die Einigung mit Donald Trump wäre dann nicht schwierig. Er ist amerikanischer Geschäftsmann. Wer mit ihm einen Klimavertrag abschließen will, muss in seiner Sprache sprechen. Etwa mit den Worten des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore: „Donald, wenn wir keinen Planeten mehr haben, geht es der Wirtschaft nicht gut.“

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