Die Abschaffung des Bargeldes

Der digitale Euro wird jetzt noch vehementer vorangetrieben. Wir sollen „gläsern“, kontrollierbar und enteignet werden können. China gilt als Vorbild. Doch in Österreich regt sich Widerstand in Form eines Volksbegehrens.

Christine Lagarde – Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) – schrieb das Vorwort des 50-seitigen Propaganda-Reports zum digitalen Euro. Die Französin fordert: Alle Bürger sollen in Zukunft statt Bargeld nur noch digitales Zentralbankgeld nutzen.

Kein Wunder: Rekordinflation, Rekordschulden durch Corona, Haftung aller Netto-Zahler bis zur Staatsinsolvenz, Sprengung der für die Stabilität des Euro festgelegten Schuldenobergrenzen. Die gesamte Euro-Zone steht vor einer Rezession ungeahnten Ausmaßes. Die EZB hat mit ihrer Geldpolitik versagt. Ihr bleibt als letzter Schritt nur noch, „Geld mit dem Helikopter abzuwerfen“, oder – das Bargeld abzuschaffen. Das geschieht durch Einführung des digitalen Euro. Der wird jetzt mit aller Vehemenz vorangetrieben.

Ohne Bargeld können uns Regierungen, EZB und Zentralbanken zum Konsum zwingen. Wer nicht freiwillig kauft, dem wird von seinem Bankguthaben etwas abgezogen („Straf-Zinsen“). So will man die Wirtschaft ankurbeln. Mehr noch: Regierungen und Finanz-Eliten sollen ungehinderten Zugriff auf unsere Bankkonten erhalten. Die Einhebung von Vermögenssteuern für überschuldete Staatshaushalte, Krisenländer und Pleitebanken ließe sich auf Knopfdruck durchziehen. Selbst Haushalte mit geringem Einkommen würden nicht verschont bleiben. All das wäre das Ende des Geldes als privates Eigentum. Es soll kein Entkommen geben. Alle Transaktionen mit dem digitalen Euro werden über die EZB erfasst und kontrolliert. Auch Goldkäufe würden besteuert und Liegenschaften mit Zwangshypotheken belastet.

China gilt in Puncto Digitalwährung als Vorbild. Dort formiert sich ein noch nie dagewesener Überwachungsstaat. Wer sich „brav“ verhält, bekommt von Chinas Regierung Pluspunkte. Wer hingegen die Staatsführung kritisiert, erhält Minuspunkte und das kann je nach Schweregrad gravierende Folgen haben: Bürgern, die dem von Politik oder Gesellschaft vorgegebenen Verhalten nicht entsprechen, kann das Bankkonto gesperrt werden. George Orwells psychotischer Albtraum vom vollständig durchleuchteten, überwachten „gläsernen“ Menschen wird zur Realität: „Mit fast tödlicher Sicherheit bewegen wir uns auf ein Zeitalter totalitärer Diktaturen zu.“

Doch in Österreich regt sich direkt-demokratischer Widerstand. Ab 19. September beginnt der Eintragungszeitraum des Volksbegehrens „Für uneingeschränkte Barzahlung“. Die Initiatoren fordern die Verankerung des Bargeldes in unserer Bundesverfassung. Dies, um Freiheit und Verfügbarkeit privaten Vermögens als Grundrecht abzusichern.

Mit der Abschaffung des Bargeldes wird aus dem freien Bürger ein ferngesteuerter Konsumtrottel – ein Untertan, der Korruption, Misswirtschaft und zweifelhafte „Eliten“ finanziert. Die Gefahr ist nahe. Wie schreibt Claude Cueni: „In seiner ‚Schönen Neuen Welt‘ wird der Mensch zur Datenquelle degradiert, zu einem kleinen Pixel, der, von einem Software-Algorithmus von der Wiege bis zum Tod begleitet, bevormundet, belohnt und bestraft wird.“