Die Maske ist gefallen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Testphase für den „digitalen Euro“ gestartet. Breite Bevölkerungsschichten sollen ihn verwenden. Alle Transaktionen wären auf Knopfdruck kontrollierbar. Wir werden „gläsern“. Die Maske ist gefallen. Bargeld ist Geschichte.

EZB-Chefin Christine Lagarde verfasste das Vorwort des 50-seitigen Reports zum digitalen Euro. Die Testphase läuft auf Hochtouren. Breite Bevölkerungsschichten sollen den digitalen Euro benutzen. Es wird wohl eine zentralisierte Selbstverwaltung geben, bei der alle Transaktionen über die EZB erfasst und kontrolliert würden. China gilt laut Experten als Vorbild. Dort sei man bei der Entwicklung digitalen Geldes schon sehr weit.

Alles läuft auf Abschaffung des Bargeldes und totale Kontrolle hinaus. Es ist kein Zufall, dass Christine Lagarde heute an der Spitze der EZB steht. Die Französin war zuvor Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Sie ließ damals eine Studie zur Bargeldabschaffung veröffentlichen. Das Werk gilt als Anleitung für Regierungen, wie sie ihre Bürger „mit scheinbar harmlosen Schritten“ unmerklich in eine bargeldlose Welt lotsen können – bis es kein Zurück mehr gibt.

In Lagardes Amtszeit beim IWF fielen noch weitergehende Pläne: Unter ihrer Führung forderte der IWF ein 10%-ige Zwangsabgabe auf alle privaten Vermögen. Auch Haushalte mit geringem Einkommen sollten für Schulden von Krisenländern und Banken bezahlen. 2014 forderte der vormalige IWF-Chefökonom Ken Rogoff die Abschaffung des Bargeldes. Der Anti-Bargeld-Aktivist Larry Summers hielt vor dem IWF einen Vortrag, mit dem er Bargeldabschaffung samt Strafzinsen und Konsumzwang schönredete. 2019 – kurz vor dem Wechsel Lagardes an die Spitze der EZB – forderte der IWF eine Steuer auf Bargeld. Die Menschen sollen gezwungen werden, ihre Ersparnisse auf Bankkonten zu legen, damit wohl Staaten und Zentralbanken darauf Zugriff haben.

Obwohl laut allen Umfragen Bargeld beliebter ist denn je, wird es schrittweise abgeschafft:

  • Die Ausgabe des 500-Euro-Scheins wurde gestoppt;
  • In den meisten Euroländern gibt es plötzlich Obergrenzen für Barzahlungen;
  • Konten und Bankschließfächer müssen laut EU-Richtlinie „gläsern“ sein;
  • Die kleinen Centmünzen werden abgeschafft;
  • Grenzüberschreitende Barzahlungen sind meldepflichtig;
  • Es laufen Werbekampagnen wie „Bargeld braucht nur noch deine Oma und ein Bankräuber“;
  • Die Bürger sollen statt Bargeld digitales Zentralbankgeld nutzen.

Bei der Einführung des digitalen Euro gilt China als Vorbild. Das ist bestürzend. Denn dort formiert sich ein noch nie dagewesener Überwachungsstaat. Seit 2019 muss sich jeder Chinese, der einen Mobilfunkvertrag will, einer digitalen Gesichtserkennung unterziehen („Gesichts-Scan“). Mit dem neuen Gesetz erhält die kommunistische Regierung die biometrischen Gesichtsdaten von bis zu 850 Millionen Menschen. In China kommen auf 1.000 Einwohner 100 intelligente Überwachungskameras. Es werden sogar Gedankenlesegeräte an Fabrikarbeitern getestet. George Orwells psychotischer Albtraum vom vollständig durchleuchteten, überwachten „gläsernen“ Menschen wird Realität.

Bargeldabschaffung, Konsumzwang, Enteignung auf Knopfdruck. Wenn wir am Staatsfeiertag über etwas nachdenken sollten, dann über diesen Satz: „Wer in der Demokratie schläft, erwacht in der Diktatur“.

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