Die Steuer auf arme Leute

Die größten Hedgefonds der Welt haben ihre Wetten auf Gold erhöht. Sie rechnen damit, dass der Euro entwertet wird. Denn in der Corona-Krise hat das große Geldrucken eingesetzt. Die kommende massive Inflation droht unser gesamtes soziales Gefüge in den Abgrund zu stürzen.

Der Goldpreis ist heuer um 12 % gestiegen. Glaubt man dem riesigen New Yorker Hedgefonds „Elliott“, dann wird er weiter steigen. Der Wert des Edelmetalls soll bei einem „Vielfachen des aktuellen Preises“ liegen. Denn Gold gilt als wichtigster Zufluchtsort und Absicherung gegen Inflation.

Nicht nur „Elliott“ warnt seine Kunden vor der „fanatischen Entwertung des Geldes durch alle Zentralbanken der Welt“. Einige der weltgrößten Hedgefonds haben ihre Wetten auf Gold drastisch erhöht – und das ist ein Alarmsignal. Eine große Geldentwertung steht bevor.

Schon bisher hat die Europäische Zentralbank (EZB) auf Inflation gesetzt. 2015 wurde die Geldmenge im Euro-Raum um unglaubliche 33% erhöht! Der damalige EZB-Chef Mario Draghi machte aus der künstlichen Geldentwertung kein Geheimnis: „Wir werden tun, was wir tun müssen, um die Inflation so schnell als möglich zu steigern.“ Zeitgleich startete die EZB ihr Anleihekaufprogramm. Sie kaufte um bis zu 2.600 Milliarden Euro Staatsanleihen von Krisenländern. Gemeinsam mit sechs Bankenrettungspaketen kam es zur Umverteilung ganzer Volksvermögen. Krisenländer, Banken und Spekulanten werden seit Jahren durch die Euro-Geldruckmaschine finanziert.

Für uns bedeutet dieser geldpolitische Wahnsinn nicht nur Umverteilung und Haftung – er bedeutet vor allem Inflation und Vermögensverlust! Wir sind ärmer geworden. Denn hinter dem frisch gedruckten Geld stehen keine neuen Güter und keine neuen Werte. Der Euro wird laufend einfach nur verwässert.

Jetzt werden auch noch die in der Corona-Krise angehäuften Schulden und Lasten der Krisenländer „vergemeinschaftet“. Der Plan ist, durch eine neue künstliche Geldschwemme die Inflation anzuheizen. Man will die Schulden „weginflationieren“. Denn die Krisenländer stecken im Euro fest. Sie können weder abwerten noch ihre Schulden zurückbezahlen. Der Euro könnte in den nächsten Jahren um 33% weniger wert sein!

Unser gesamtes soziales Gefüge ist in ernster Gefahr. Unsere Lebenshaltungskosten werden steigen, unsere Sparvermögen und Pensionsvorsorgen weiter vernichtet. Der Mittelstand bricht weg. Es könnte zu sozialen Unruhen kommen. Denn Inflation trifft nicht alle Menschen gleich. Die Inflationsrate armer Menschen liegt viel höher. Wer weniger als 1300 Euro netto im Monat verdient, muss rund 50% seines Gehaltes für Miete, Strom und Heizung ausgeben – Besserverdienende müssen hierfür bloß 30% ihres Gehaltes aufwenden. Philipp von Liechtenstein, Vorsitzender der LGT-Privatbankengruppe, nennt Inflation daher „Steuer auf arme Leute“.

Unsere Regierung muss jetzt handeln! Sie muss sowohl im EU-Rat als auch im EZB-Rat ein Veto gegen diese Politik einlegen. Wie gefährlich massive Geldentwertung ist, zeigt die Warnung des großen Österreichers Stefan Zweig: „Nichts hat das deutsche Volk – dies muss immer wieder ins Gedächtnis  gerufen werden – so erbittert, so hasswütig, so hitlerreif gemacht wie die Inflation.“

 

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