Auf dem Weg zur globalen Vorherrschaft

China strebt die globale Vorherrschaft an. Das neue digitale Zeitalter der Roboter und künstlichen Intelligenz soll das Machtgefüge der Welt zugunsten Pekings verändern. Europa mit seinem Bildungs-, Schulden- und Flüchtlingschaos ist in dieser Neuordnung chancenlos und wird von chinesischen Staatsmedien sogar verhöhnt.

In Hongkong gibt es unter 100 Zehnjährigen 45 Mathematik-Asse. In Deutschland sind es gerade einmal 5 und in Frankreich nur 2. In Österreich fehlen Untersuchungen. Fest steht nur, dass 30% unserer 15-jährigen nach 9 Jahren Schule Analphabeten sind.

In China verlassen jedes Jahr eine Million Ingenieure nationale Universitäten – sechs Mal so viele wie in den USA. Der US-Konzern „Apple“ (iPhone) hat für 500 Millionen Dollar zwei Forschungszentren an chinesischen Hochschulen errichtet, um mit den jungen Chinesen schritthalten zu können. In Deutschland hingegen sind über 90% der Maturanten einem Mathematikstudium nicht gewachsen. In Österreich sind bei der letztjährigen Zentralmatura nicht nur ganze Schulklassen, sondern sogar ganze Schulen geschlossen in Mathematik durchgefallen.

Und während die EU über die fünfte Griechenlandrettung und Mittelmeerflüchtlinge diskutiert, teilen sich die drei chinesischen Konzerne Baidu, Alibaba und Tencent mit Google, Facebook, Microsoft und Amazon den europäischen Markt auf. „Schon in den nächsten fünf Jahren wird es mehr Innovationen in China geben als im Silicon Valley“, prophezeit der Gründer der weltweiten Online-Taxi-Vermittlung UBER.

Mit einem Wort: Unsere Zukunft steht auf dem Spiel. Das digitale Zeitalter der Roboter und künstlichen Intelligenz hat begonnen. Der technologische Umbruch wird unser Leben ebenso gravierend verändern wie einst die industrielle Revolution. Aber Europas Politiker haben verschlafen! China hingegen ist zu einer digitalen Supermacht geworden. Seine Führung strebt die globale Vorherrschaft an. Daran ließ Staatschef Xi Jinping in seiner letzten Rede überhaupt keinen Zweifel: Die Europäer werden in Zukunft von China abhängig sein und teuer dafür bezahlen, wenn sie chinesische Patente für selbstfahrende Autos, Smartphones, Präzisionsmedizin, Roboter, Drohnen, 3D-Drucker, Online-Dienste oder Bezahlsysteme nützen wollen.

Europa ist für die Welt kein Vorbild mehr. Die Zeit, als andere Länder die Europäer nachahmen wollten, ist endgültig vorüber. Chinesische Staatsmedien machen sich über den Verfall des Westens lustig.

Europa muss aufwachen. China hat Weltmachtambitionen. Das Land ist diktatorisch geführt. Die Abhängigkeit von chinesischen Patenten macht uns total erpressbar. China hat den Sprung in die digitale Wirtschaft schneller vollzogen als viele westliche Länder. Die Chinesen haben ganze Forschungs- und Entwicklungsphasen übersprungen. Das muss auch uns gelingen, wenn wir nicht zu einer chinesischen Kolonie werden wollen. Das sollten Europas Regierungen eigentlich begriffen haben. Allerdings meinte Altkanzler Helmut Schmidt: „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.“

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