Der Plan B

Das Geld wird immer weniger wert. Immer mehr Menschen in Österreich kommen kaum noch über die Runden. Man hatte uns versprochen, der Euro würde so hart wie der Schilling werden. Doch stattdessen entwickelte er sich zum Nachfolger der italienischen Lira. Die Eurozone muss reformiert werden – bevor es zum Crash kommt!

Österreichischen Pensionisten droht die Altersarmut, Alleinverdiener können ihre Familien kaum noch erhalten und an den Aufbau eines bescheidenen Vermögens brauchen Beamte oder Arbeitnehmer erst gar nicht zu denken: Der Euro wird immer weniger wert.

Die dreiste Polit-Propaganda bei Einführung der Gemeinschaftswährung ist noch allzu gut im Gedächtnis. Der Euro würde so hart werden wie der Schilling, hieß es. Doch das Gegenteil ist der Fall: Der Euro ist der Nachfolger der italienischen Lira! Überhaupt gleicht die gesamte Eurozone heute einem gigantischen Italien: Schwache Währung, kein Wachstum, steigende Preise, sinkende Wettbewerbsfähigkeit und politische Instabilität.

„Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“, so lautete die zerstörerische Politik von Frau Merkel. Gemeinsam mit Brüsseler Bürokraten trieb sie die Verwandlung der Eurozone in eine monströse Schuldenunion voran, in der plötzlich jeder Staat für die Schulden des anderen haftet. Es kam zu fragwürdigen Bankenrettungen, Schuldenerlässen und ESM-Rettungsschirm. Die Europäische Zentralbank kauft zur Eurorettung seit März 2015 zeitlich unbegrenzt um 80 Milliarden Euro pro Monat faule Kredite und Schrottpapiere von Krisenländern. Dieser geldpolitische Wahnsinn ist nichts anderes als eine gigantische Umverteilung unseres Volksvermögens hin zu Pleitebanken, Schuldenstaaten, fremden Gläubigern und Spekulanten. Und all das bedeutet vor allem eines: Inflation! Deshalb wird unser Geld immer weniger wert.

Griechenland, Spanien, Portugal und Italien haben die schlechtesten volkswirtschaftlichen Daten, seit es Aufzeichnungen gibt. Doch dank der Schuldenunion können sich diese Krisenländer auf den Kapitalmärkten mit immer neuen Schulden finanzieren.

Kein Wunder – weil wir für sie haften. Und wir müssen den Krisenländern sogar noch „Danke“ dafür sagen, dass sie in der Euro-Zone bleiben. Denn sobald ein Pleitestaat aus dem Euro ausscheidet, werden unsere Haftungen sofort schlagend. Das führt im äußersten Fall zur Staatspleite Österreichs!

Nein, Frau Merkel! Ihre Politik ist falsch. Die Wahrheit lautet: „Wenn Europa scheitert, dann wegen des Euro!“

Wir brauchen einen „Plan B“, sonst kommt es zum Crash. Das bedeutet:

  • Abhaltung einer Schuldenkonferenz wie nach dem 2. Weltkrieg.
  • Kein Staat haftet für die Schulden eines anderen Staates.
  • Euro: Aus- und Wiedereintrittsoptionen für Krisenländer.
  • Entmachtung der Europäischen Zentralbank.
  • Statt Schulden: Reformen.

Bis das umgesetzt ist, sollte sich Österreich ein Beispiel an den Briten nehmen. Die dachten schon in der Vergangenheit nicht daran, für Spekulanten, Pleitestaaten und fremde Banken zu haften. Denn Geld für die Schuldenunion sei „for the birds“, wie der britische Außenminister in Richtung Brüssel sagte. Übersetzt bedeutet das: „Dass wir zahlen, können Sie vergessen!“

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