„Die Grenzen des Wachstums“

Eine Greenpeace-Studie schlägt Alarm: „59 Prozent der Lebensraumtypen in Österreich sind von vollständiger Vernichtung bedroht, stark gefährdet oder gefährdet.“   So geht es nicht weiter. Die Grenzen des Wachstums sind erreicht. Wir brauchen die Neuordnung: Bevölkerungswachstum stoppen, Bauverbot und Kostenwahrheit!

Wir haben die Natur völlig an die Wand gedrückt. Alles, was diese Welt noch vor 50 Jahren ausgemacht hat, ist am Zusammenbrechen: 90% der Meere sind leergefischt. Alle 2,5 Sekunden verschwindet Tropenwald von der Größe eines Fußballfeldes. Auf jeden lebenden Menschen kommt eine Tonne Plastik. Das ewige Eis schmilzt.

Wer meint, Österreich wäre eine „Insel der Seligen“, irrt gewaltig. Unser Land ist vom Klimawandel besonders stark betroffen. Gebirgsregionen erwärmen sich rascher als Flachlandregionen. Deshalb schreitet die Erhitzung in Österreich doppelt so schnell voran wie im globalen Durchschnitt. Es hat einen weltweiten Temperaturanstieg von 1 °C gegeben. Aber in Österreich ist die Temperatur um 2 °C gestiegen!

Wir müssten also mehr als jedes andere Land am Klima- und Artenschutz interessiert sein! Doch das Gegenteil ist der Fall. Österreich gerät nahezu halbjährlich in die Negativ-Schlagzeilen. Zuerst kam die Bewertung der EU-Umweltagentur. Der Bericht über Österreich war vernichtend: 83 % der bewerteten Tier- und Pflanzenarten sind in „mangelhaftem“ bis „schlechtem Zustand“! Österreich belegte den vorletzten Platz von 28 untersuchten Ländern. 

Dann folgte der Bodenreport des WWF: In Österreich werden pro Minute 100 Quadratmeter Boden verbaut! Nur mehr 7% der Landesfläche ist als „sehr naturnah“ einzustufen. Mit anderen Worten: Wenn der parasitäre Flächenfraß so weitergeht, ist Österreich 2050 vollständig zubetoniert!

Und jetzt liegt die neueste Greenpeace-Studie mit dem Titel „Das stille Sterben“ vor: „39 Prozent aller Tierarten Österreichs sind gefährdet. Jedes zweite Wirbeltier ist bedroht. 59 Prozent der Lebensraumtypen in Österreich sind von vollständiger Vernichtung bedroht, stark gefährdet oder gefährdet“.

Es geht so nicht weiter. Wir haben die Kipppunkte – „die Grenzen des Wachstums“ – längst erreicht. Unser Wirtschaftssystem belohnt die Falschen. Profite werden privatisiert und Umweltzerstörung sozialisiert. Gebe es beispielsweise Kostenwahrheit beim Fleisch, „dann wären die Fleischpreise wahrscheinlich 10-Mal so hoch“, so Bio-Pionier Werner Lambert.

Wir brauchen die Neuordnung – eine zweite Aufklärung. Die Maßnahmen lauten:

  1. Bevölkerungswachstum stoppen!
  2. Absolutes Bauverbot in Naturräumen und auf landwirtschaftlichen Flächen!
  3. Kostenwahrheit! Alles, was an ökologischen Schäden verursacht wird, muss in die Preise eingerechnet werden! 

Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Club of Rome, brachte es auf den Punkt: „Der Kommunismus ist zusammengebrochen, weil er den Preisen nicht erlaubte, die ökonomische Wahrheit zu sagen. Aber liebe Freunde der Marktwirtschaft: Der Kapitalismus wird zusammenbrechen, wenn er den Preisen nicht erlaubt, die ökologische Wahrheit zu sagen.“