Die Uhr tickt

„Österreichs Jugendlichen bereitet die Klimakrise die größte Sorge“, so eine neue Studie. Mit Recht: Versiegen von Wasserquellen, Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes, Ansteigen der Meere, bis zu 1,5 Milliarden Klimaflüchtlinge, unbewohnbare Länder und Kriege um Lebensraum – die Uhr tickt unaufhaltsam.

Eine weltweite Umfrage von Deloitte zeigt auf: Die größte Sorge junger Menschen ist die Klimakrise. „Fast zwei Drittel der Befragten in Österreich sind der Ansicht, dass sich die Welt am kritischen Wendepunkt befindet, um noch rechtzeitig auf den Klimawandel zu reagieren“, heißt es in der Studie.

Die Sorge ist berechtigt: Ein Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius ist nicht mehr aufzuhalten. Damit versiegen 80% der Wasserquellen in Afrika. Weite Teile des Kontinents werden unbewohnbar sein. Schon heute wollen bis zu 790 Millionen Afrikaner nach Europa oder in die USA. Hinzu kommt: Die Ozeane und Meere steigen durch Abschmelzen des Polar-Eises unaufhaltsam an. In Küstenregionen leben Hunderte Millionen Menschen. In wenigen Jahren gibt es bis zu 1,5 Milliarden Klimaflüchtlinge! Künftige Kriege werden um Trinkwasser, Landnahme und neuen Lebensraum geführt. Brutale Verteilungskämpfe sind die Folge.

Während unsere Politiker als einzige Lösung CO2 in Europa besteuern, werden die wahren Klimakiller nicht zur Verantwortung gezogen. 2021 wurden mehr als 11 Millionen Hektar Tropenwald vernichtet! Allein Brasilien hat im April 2022 über 1000 Quadratkilometer abgeholzt. Zur Klarstellung: Der Amazonas-Regenwald ist die Wärme- und Wasserpumpe unseres Planeten. Er ist gekippt! Er stößt jetzt mehr Treibhausgase aus als er aufnimmt! Die Staatengemeinschaft müsste alles daransetzen, um die grüne Lunge zu retten. Die Bereitschaft der Brasilianer wäre sogar vorhanden: 66% der brasilianischen Bürger sind der Meinung, dass Brasilien zum Erhalt des Tropenwaldes Hilfen aus dem Ausland in Anspruch nehmen sollte! Aber die EU steckt Milliarden Euro in klimaschädliches überteuertes Fracking-Gas aus den USA.

Das Grundproblem bleibt: die „Überbevölkerung“. Wir sind zu viele. Der ökologische Fußabdruck des Einzelnen ist zu groß. Man benötigt 27.000 Liter Wasser, um einen Kilo Schokolade, und 3.000 Liter Wasser, um einen Burger herzustellen. Um unseren Energiebedarf bis 2100 zu decken, müssen wir zusätzliche 1800 Staudämme, 23.000 Atomkraftwerke, 14 Millionen Windräder und 36 Milliarden Solarmodule errichten. Die Erde verträgt maximal 200 Millionen Menschen, die so leben wie wir. Denn das Klima wird von vier Faktoren bestimmt:

  • der Luft (unser CO2-Ausstoß entspricht der Hitze von 400.000 Atombomben täglich),
  • dem Wasser (90% der Meere sind leergefischt, die Ozeane übersäuern),
  • den Eisschilden und Gletschern (sie schmelzen),
  • den Tieren und Pflanzen (es gibt nur noch 3% Wildtiere, 97% sind Menschen und Schlachttiere).

Wie brauchen eine neue Politik. Wie schreibt EU-Umweltkommissarin Margot Wallström: „Die Mischung ist giftig, tiefgreifend und schädlich. Und Institutionen mit der Macht, Lösungen zu finden, wachen viel zu langsam auf.“