Nur heiße Luft

An der 23. UN-Weltklimakonferenz in Bonn nahmen 30.000 Vertreter von 195 Staaten und NGOs teil. 4.500 Helfer waren vor Ort. Die Kosten betrugen 100 Millionen Euro. Doch statt die Erde vor Überhitzung und Untergang zu retten, versank der Klimagipfel in einem skurrilen Desaster.

Es war die größte Konferenz, die jemals in Deutschland stattgefunden hat. Es musste sogar eine künstliche Zeltstadt hochgezogen werden. Die 30.000 Teilnehmer an der 23. UN-Klimakonferenz in Bonn sollten die Erde vor Überhitzung und Untergang bewahren. Doch der Gipfel verkam zu einer skurrilen Show:

Den Auftakt bildete die Eröffnungsrede von Kanzlerin Merkel. „Die Erderwärmung ist eine Schicksalsfrage für die Menschheit“ und „Wir in Deutschland werden uns mühen“, sagte sie. Das war alles. Dann eilte Merkel wieder zu den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen und ließ das verdutzte Publikum sitzen.

Als Zweiter sprach der französische Präsident Macron. Da kam auch gleich Stimmung auf. Der Franzose erhielt tosenden Applaus für seine Ankündigung, dass „Frankreich bis 2021 alle Kohlekraftwerke ausschalten wird.“ (Dass Kohlekraftwerke in Frankreich gerade einmal 5% Strom erzeugen und 95% aus teils völlig veralteten Atomkraftwerken stammen, erwähnte Macron in seiner scheinheiligen Rede nicht. Die hessische Umweltministerin fiel auch prompt auf die Silberzunge des Franzosen hinein. Die Grüne twitterte begeistert: „Starke Rede von Macron“, obwohl sie noch eine Woche zuvor Hessens Ausstieg aus der Atomkraft gefeiert und die „Ära der Atomenergie“ für beendet erklärt hatte.)

Dann erreichte die Konferenzteilnehmer die Nachricht, dass Syrien und Nicaragua dem Pariser Klimaschutzabkommen beitreten wollen. Es kam zu spontanem Jubel und Applaus. Zur Erinnerung: Das Pariser Klimaschutzabkommen soll eine Erderwärmung von mehr als 1,5 Grad verhindern. Das Abkommen hat allerdings einen Schönheitsfehler: Selbst wenn sich alle Länder daran hielten, käme es immer noch zu einem Anstieg des Weltklimas um 4 Grad!

Arnold Schwarzenegger trat dann als Redner auf. Er kritisierte US-Präsident Trump scharf für dessen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Dabei sind die USA aus dem Abkommen gar nicht ausgestiegen. Sie waren vielmehr nie „drinnen“. Denn Barack Obama hatte das Abkommen dem US-Kongress nicht vorgelegt, weil er wusste, dass dies mit einer Niederlage für ihn geendet hätte.

Am Ende der Konferenz – nach 12 Tagen – fassten die Teilnehmer folgende Beschlüsse zur Rettung des Klimas:

  • Die indigenen Völker wie die Aruhaco in Südamerika, die Pygmäen oder Moken sollen künftig stärker in die Verhandlungen einbezogen werden.
  • Die Mitgliedstaaten sind dazu aufgerufen, für die anteilige Beteiligung von Frauen in ihren Delegationen zu sorgen. Eine UN-Beauftragte soll das überwachen.
  • Brasilien wird Gastgeber der übernächsten Konferenz.

Alle 23 UN-Klimagipfel endeten im Desaster. Geändert hat sich nichts. Wie sagte Albert Einstein: „Die Definition von Irrsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Resultate zu erwarten.“

Artikel Krone Bunt

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