Verlieren kann auch ein Gewinn sein

Die Wähler haben Bevormunder, Besserwisser und politisch Korrekte satt. Die Grünen sind aus dem Parlament geflogen.

Was sind eigentlich die Themen wirklich guter grüner Politik? Direkte Demokratie, Frauenrechte, Natur- und Tierschutz. Kampf für ein gesundes Leben und gegen die Klima-Katastrophe. Ökologische Marktwirtgschaft statt Kapitalismus. Bekämpfung der Fluchtursachen in Afrika und im Nahen Osten statt Völkerwanderung. Eine grüne Bewegung mit diesen Inhalten hätte die absolute Mehrheit in Österreich. Und genau diese Inhalte bräuchte unser Land dringender denn je.

Doch die Grünen entwickelten sich zu einer abgehobenen Verbots-, Besserwisser- und Multikulti-Partei: Sie standen am Ende fast nur noch für Genderwahn, Sprachpolizei, politisch-korrektes Gutmenschentum, Autofahrer-Schikanen, Ignorieren von Mehrheiten bei Bürgerbefragungen und rücksichtslose Verbauung von Kulturdenkmälern wie der Karlskirche oder dem 45 Hektar großen Erholungsgebiet „Steinhofgründe“.

Während in anderen Ländern wegen der Flüchtlingskrise bereits der nationale Notstand ausgerufen wurde, galt es bei den Grünen weiterhin als schick, für grenzenlose Immigration zu sein. Jede kritische Einstellung zur schrankenlosen Massenzuwanderung fanden sie rassistisch oder bildungsfern. Grüne Abgeordnete verdienen mehrere Tausend Euro pro Monat und leben in gehobener Mittelschicht. Die Lebenswirklichkeit jener Menschen, denen sie gerne Alltags-Rassismus unterstellen und die nicht das Geld haben, um in schicke Altbauwohnungen umzuziehen oder ihre Kinder auf teure Waldorf-Schulen zu schicken, interessierte sie kaum.

Alexander Van der Bellens großer Erfolg bei der Präsidentschaftswahl und die Strahlkraft von Peter Pilz verdeckten das Problem: Die Grünen waren reformunfähig und zu einer Art Funktionärspartei der Bevormunder, Hochmütigen und politisch Korrekten geworden. Nun sind sie aus dem Parlament geflogen. „Verlieren kann eben auch ein Gewinn sein.“

 

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