Genderwahnsinn

Schwere Niederlage für „Anti-Sexisten“: Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat eine Beschwerde auf „geschlechtergerechte Sprache“ abgewiesen. Banken müssen in ihren Formularen keine Gender-Sprache verwenden.

Die heute 82-jährige Marlies Krämer ist Kundin einer saarländischen Sparkasse. Das Kreditinstitut verwendet im Geschäftsverkehr Formulare. Darin ist allgemein vom „Kunden“, „Sparer“ oder „Kontoinhaber“ die Rede, nicht aber von der „Kundin“, „Sparerin“ oder „Kontoinhaberin“. Marlies Krämer war dies ein Dorn im Auge. Sie fühlte sich nicht angesprochen. Krämer wollte die Sparkasse daher verpflichten, ihr gegenüber Formulare zu verwenden, die von „Kundin“ oder „Kontoinhaberin“ sprechen, oder eine neutrale Form vorsehen.

Das Kreditinstitut lehnte dies ab. Krämer klagte und zog bis vor das deutsche Bundesverfassungsgericht. Dieses hat die Beschwerde der 82-Jährigen wegen Begründungsmängel abgewiesen. Rund 1600 Kreditinstitute können nun aufatmen. Mehr als 800 Formulare müssen nicht „gegendert“ werden.

Die gerichtlichen Vorinstanzen versuchten Marlies Krämer klarzumachen, dass Worte wie „Kunde“, „Sparer“ oder „Kontoinhaber“ keine Geringschätzung gegenüber Menschen anderen Geschlechts zum Ausdruck bringen. Die maskuline Form werde in vielen Gesetzen und selbst im Grundgesetz verwendet. Schwierige Texte würden durch die Nennung beider Geschlechter nur noch komplizierter.

Selbsternannte „Berufs-Anti-Sexisten“ empfinden das als Niederlage. Sie toben und rufen nach Gesetzesänderungen.

Die deutschen Gerichte haben richtig geurteilt: Der Begriff „der Kunde“ sagt nichts über das biologische Geschlecht aus (kann also männlich oder weiblich gemeint sein). „Die Kundin“ hingegen ist eindeutig weiblich. Wie lautet nun die biologisch-männliche Form von Kunde? „Kunderich“? Nur weil es im Deutschen „der Kunde“ heißt, ist nicht automatisch von einem Mann die Rede. „Der Busenstar“ ist eine Frau. „Die Tunte“ ist ein Mann. „Das Mädchen“ ist keine Sache, nur weil der Artikel „das“ lautet. Grammatikalisches Geschlecht ist eben nicht gleich biologisches Geschlecht. Ein Mann wird nicht diskriminiert, wenn man ihn „siezt“, also „Sie“ zu „ihm“ sagt.

Außerdem werden Sätze durch Gendern immer unverständlicher. Es ist niemanden geholfen, wenn man statt „Wehe dem, der lügt“ nun „Wehe der/dem, die/der lügt“ sagt.

Speziell der ORF versucht sich in immer neuen Gender-Formen. Dort heißt es nicht mehr „Radfahrer“, sondern oft „Radfahrender“. Auch das ist absurd. Ein „Radfahrender“ ist jemand, der jetzt gerade mit dem Fahrrad fährt. Damit es zu keinen Missverständnissen in der Berichterstattung kommt, müsste der ORF bei allen Gender-Verlaufsformen die passende Zeitform verwenden:

Präsens: Radfahrende

Präteritum: Radgefahrene

Perfekt: Radgefahrenhabende

Plusquamperfekt: Radgefahrenhattende

Futur I: Radfahrenwerdende

Futur II: Radgefahrenhabenwerdende

Auch Paar-Anreden wie „Liebe Kundinnen und Kunden“ sind nicht nur grammatikalisch fragwürdig. Denn sie beziehen nur Männer und Frauen ein, was zu einer  sexistischen Diskriminierung aller Transsexuellen und sexuell Uneindeutigen führt.

Wie sagt Sprachwissenschaftler Wolfgang Klein: „Der Sexismus, der eigentlich bekämpft werden soll, wird durch die gendergerechten Schreibweisen erst eingeführt!“

 

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