Sechs Märchen zur Flüchtlingskrise

Die Diskussion in der Flüchtlingspolitik ist auf Irrationalitäten, Falschannahmen und Märchen aufgebaut. Hier die gängigsten.   

  1. „Wir schaffen das“ – auch wenn die EU-Außengrenzen offen sind wie Scheunentore.

Neueste Umfragen in afrikanischen Ländern zeigen, dass bis zu zwei Drittel der Einwohner auswandern wollen. Die Bevölkerung in Afrika explodiert förmlich. Jedes Jahr gibt es dort um 25 Millionen mehr Menschen. Würde die EU 250 Millionen Afrikaner aufnehmen, dann gleicht das der Bevölkerungsüberschuss in nur 10 Jahren wieder aus! Auch im Nahen Osten und Afghanistan sitzen bereits Millionen Menschen auf gepackten Koffern mit dem Reiseziel Europa.

  1. „Europa braucht Massenzuwanderung, weil unsere Gesellschaft sonst überaltert.“

Diesen Satz hört man von Politikern immer wieder. Doch eine Studie der Elite-Universität „London School of Economics“ beweist das Gegenteil: Eine Gesellschaft wird durch Massenzuwanderung nicht jünger – sie wächst bloß. Wer also denkt, seine Pension wäre durch Migration gesichert, irrt gewaltig. Es gibt am Ende zwar mehr Menschen im Land, aber der Anteil von Jungen und Alten, Arbeitstätigen und Nichtarbeitstätigen, bleibt gleich. Die negativen Effekte der Überalterung wie die völlige Unfinanzierbarkeit unseres Pensions- und Gesundheitssystems wird die Massenzuwanderung nach Europa nicht lösen.

  1. „Der durchschnittliche Zuwanderer von heute ist gebildeter als der durchschnittliche Österreicher“

(Zitat: Sebastian Kurz, 2015). „65% der Flüchtlinge sind Analphabeten und können keinen Busfahrplan lesen“, wie Prof. Dieter Lenzen, Universitäts-Präsident von Hamburg, in einer Studie erhoben hat. Über 90% der Flüchtlinge sind auf dem Arbeitsmarkt kurzfristig nicht integrierbar. 70-80% werden wohl dauerhaft zu Mindestsicherungs-Beziehern. Laut Finanzministerium beträgt die jährliche Nettobelastung für Österreich pro Flüchtling 16.200,–Euro.

  1. „Man kann die Flüchtlinge problemlos auf alle 28 EU-Länder verteilen.“

Das stimmt nicht. Laut Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte dürften Flüchtlinge auf folgende Länder derzeit wohl NICHT verteilt werden: Griechenland, Malta, Zypern, Kroatien, Italien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, die Slowakei, Polen, Tschechien und die baltischen Staaten. Dänemark und Großbritannien nehmen keine Flüchtlinge aus sicheren Drittländern und können dazu auch nicht gezwungen werden. Schweden folgt diesem Beispiel, Frankreich hat zugemacht, Luxemburg und Slowenien sind aufgrund ihrer geringen Größe vernachlässigbar. Es bleiben also nur fünf EU-Länder übrig, die zugeteilte Flüchtlinge nehmen könnten: Deutschland, Österreich, Holland, Finnland und Belgien.

  1. „Der EU-Türkei-Flüchtlings-Deal hält Migranten von der illegalen Einreise nach Europa ab.“

Man muss nicht „Eurojust“ – die Justizbehörde der EU – sein, um festzustellen, dass „sich die Türkei aus politischen und praktischen Gründen an keine Vereinbarung halten wird.“ Seit Unterzeichnung des Abkommens im März 2016 sind nur 1570 Flüchtlinge von griechischen Inseln zurück zur türkischen Küste gebracht worden. Erdogan hat für diesen Deal drei Milliarden Euro von der EU kassiert. Die nächsten drei Milliarden fließen demnächst.

  1. „Ich sehe auf Europa keine neue Flüchtlingswelle zukommen“

(Zitat: Bundespräsident Van der Bellen, 13.6.2018). Was soll man dazu noch sagen? 

 

Artikel Krone Bunt

 

EMPFEHLEN