Weil dämlich nicht von Dame kommt…

Der ORF ist wieder Vorreiter in Sachen politischer Korrektheit. Dort spricht man nicht mehr von Flüchtlingen oder Radfahrern, sondern von „Flüchtenden“ und „Radfahrenden“. Die Kanzlerin und ihre Minister wurden in einer ZIB 2-Schlagzeile als „Staats-DienerInnen“ bezeichnet.

Der mit Zwangsgebühren finanzierte ORF hat eigentlich einen Bildungsauftrag. Doch die politisch-korrekten Sprachverrenkungen werden immer skurriler. Flüchtlinge werden als „Flüchtende“, Radfahrer geschlechtsneutral als „Radfahrende“ und die Mitglieder unserer Übergangsregierung als „Staats-DienerInnen“ bezeichnet. Deutsch ist die Amtssprache und Sprache der Dichter und Denker. Sie darf nicht durch Gendern ins Lächerliche verändert werden.

  • Ein Flüchtender ist jemand, der jetzt gerade davonläuft. Ein Flüchtling ist eine Person, die unter Schutz der Genfer Konvention steht.
  • Nur weil es im Deutschen „der Radfahrer“ heißt, ist nicht automatisch von einem Mann die Rede. „Der Busenstar“ ist eine Frau. „Die Tunte“ ist ein Mann. Grammatikalisches Geschlecht ist nicht gleich biologisches Geschlecht. Ein Mann wird ja auch nicht diskriminiert, wenn man ihn „siezt“, also „Sie“ zu „ihm“ sagt.
  • „Der Radfahrende wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beerdigt“. Klingt nach einer Lebendbeerdigung. Daher bei allen idiotischen Gender-Verlaufsformen immer die die korrekte Zeitform verwenden:

Präsens: Radfahrende

Präteritum: Radgefahrene

Perfekt: Radgefahrenhabende

Plusquamperfekt: Radgefahrenhattende

Futur I: Radfahrenwerdende

Futur II: Radgefahrenhabenwerdende.

  • Der Fahrer oder die Fahrerin von Brigitte Bierlein ist ihr Chauffeur oder ihre Chauffeurin. „Ein Fahrender von Brigitte Bierlein“ ist ein Darmwind der Kanzlerin.
  • Das „Bürger-Verzeichnis“ ist kein „Bürgenden-Verzeichnis“.
  • Ein großes „I“ zwischen Kleinbuchstaben („Binnen-I“) ist ein schwerer Rechtschreibfehler. Außerdem bezieht das Wort „Staats-DienerInnen“ nur Männer und Frauen ein, was als sexistische Diskriminierung der Transsexuellen und sexuell Uneindeutigen der mittlerweile 58 verschiedenen Geschlechter aufgefasst werden könnte.
  • Ein ORF-Moderator sollte das Wort „Staats-DienerInnen“ immer so aussprechen, dass jeder Zuseher versteht, dass nicht nur von Frauen die Rede ist.
  • Hören wir künftig auch von „BürgerInnenmeisterInkandidatInnen“ und „BäckerInneninnungsmeisterInnen“? Wie soll man ab nun einen Wasserhahn nennen? Wassergeflügel?
  • Auch das Wort „man“ steht oben auf der Abschussliste: Tatsächlich kommt es aus dem Althochdeutschen und bezeichnet einen Menschen unabhängig von seinem Geschlecht (jemand, niemand). Es hat mit dem Wort „Mann“ nichts zu tun. Dämlich kommt ja auch nicht von Dame…

Artikel Krone Bunt

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