Die Überbevölkerung – Der letzte Akt

Österreichs Jugendliche sehen im Klimawandel „die größte globale Herausforderung“. Zu Recht: In wenigen Jahren gibt es bis zu 1,5 Milliarden Klimaflüchtlinge. Künftige Kriege werden um Trinkwasser, Landnahme und neuen Lebensraum geführt.

Eine europaweite Umfrage von NGO „Südwind“ und Partnerorganisationen zeigt auf: Die Mehrheit von Österreichs 15- bis 35-Jährigen sieht im Klimawandel die größte globale Herausforderung.

Die Sorge besteht zu Recht: In wenigen Jahren werden große Teile unseres Planeten unbewohnbar sein. Die enorme Erhitzung der Erde ist keine Theorie mehr. Sie ist Realität. Neun der zehn tödlichsten Hitzewellen der Menschheitsgeschichte ereigneten sich seit dem Jahr 2000. Ozeane und Meere steigen durch Abschmelzen des Polar-Eises immer schneller an. In den Küstenregionen leben 1,5 Milliarden Menschen. Sie alle werden Klimaflüchtlinge!

Ein Temperaturanstieg von weiteren 2 Grad Celsius ist nicht mehr aufzuhalten. Er wird dazu führen, dass in Afrika 80% der Wasserquellen versiegen. Auf dem afrikanischen Kontinent leben 1,3 Milliarden Menschen. Man kann sich die apokalyptischen Wanderbewegungen ausmalen, die dann einsetzen. Verteilungskämpfe brechen aus. Kriege werden um Trinkwasser, Landnahme und Lebensraum geführt.

Der Klimawandel trifft Österreich härter, als man denkt: 1917 gab es nur einen Tag über der 30-Grad-Marke. 2017 hatten wir bereits 46 Tage weit über 30 Grad Celsius und 28 Tropennächte! Das Jahr 2020 gehört zu den wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Es gab keine Hitzewellen. Aber es war im Durschnitt um 3,4 Grad Celsius zu warm.

Veränderungen des Klimas gab es immer – aber noch nie in dieser Geschwindigkeit. Temperaturerhöhungen von einem Grad Celsius vollziehen sich normalerweise über einen Zeitraum von mehreren zehntausend Jahren. Tiere und Pflanzen hätten dann wenigstens die Chance, durch Anpassung zu überleben.

Öl- und Gaskonzerne haben Milliarden investiert, um uns einzureden, der Klimawandel werde vom Menschen nicht beeinflusst. Diese Lüge ist nicht aufrechtzuerhalten. Die zusätzliche Wärme, die wir durch unseren täglichen CO2-Ausstoß erzeugen, entspricht der Hitze von 400.000 Atombomben. Die Wahrheit ist: Unser Zerstörungspotential ist zu groß geworden. Ein Einzelner hinterlässt heute einen größeren ökologischen Fußabdruck als zu früheren Zeiten ganze Königreiche.Es wurde an dieser Stelle schon gesagt: Die Erde verträgt maximal 200 Millionen Menschen, die so leben wie wir.

Wir müssen die Überbevölkerung eindämmen! Die Geburtenraten müssen weltweit sinken. Wenn wir trotz Bevölkerungsexplosion aus Kohle, Öl und Gas aussteigen – was EU-Politiker fordern – dann müssen wir wohl oder übel über Atomkraft reden. Denn mit Windrädern werden wir den Energiehunger von zig Milliarden Menschen nicht stillen; es sei denn, wir wollen auf das primitive Lebensniveau des Mittelalters zurückkehren.

Der kürzlich verstorbene Prinz Philip war Naturschützer und Präsident des WWF-International. Er war für seinen schwarzen Humor berühmt. Was Philip 1988 in einem Interview sagte, ist in Corona-Zeiten mehr als makabrer Zynismus: „Falls ich wiedergeboren werde, möchte ich als tödlicher Virus auf die Erde zurückkehren. So könnte ich etwas zur Lösung des Überbevölkerungsproblems beitragen“.

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