„Bis zur nächsten Krise ist das Bargeld abgeschafft“

Ausgabestopp der 500-Euronote, Obergrenzen für Barzahlungen, Meldepflicht für Bargeschäfte und Ende der kleinen Centmünzen. Die schrittweise Abschaffung des Bargeldes verläuft exakt nach Plan.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) veröffentlichte 2017 die Studie „Makroökonomie der Bargeldabschaffung“. Das Werk gilt als Anleitung für Regierungen, wie sie ihre Bürger unmerklich „mit scheinbar harmlosen Schritten“ in eine bargeldlose Welt lotsen können – bis es kein Zurück mehr gibt. „Man könnte mit der Abschaffung großer Banknoten, Obergrenzen für Barzahlungen und Meldepflichten bei grenzüberschreitenden Bargeschäften beginnen“, heißt es in der Studie.

In einem weiteren Schritt sollen Regierungen dann Barzahler im Wirtschaftsleben benachteiligen und für eine Computerisierung der Finanzsysteme sorgen. Eine gezielte PR-Kampagne soll sicherstellen, dass die Bürger nicht misstrauisch werden. Die Menschen sollen keinen allzu starken Verdacht hegen, dass hinter der Bargeldabschaffung der Versuch der „Geldentwertung“, „staatlichen Kontrolle aller Aspekte ihres Lebens“ und „Aushändigung aller persönlichen Ersparnisse an Banken“ steht.

Die Studie empfiehlt ein schrittweises und scheinbar harmloses Vorgehen. Denn „sollten Regierungen die Bargeldabschaffung ohne Zustimmung breiter Bevölkerungsteile beschließen, könnte es zu sozialen Spannungen, Misstrauen, Streiks, Demonstrationen und infolgedessen zu BIP-Verlusten führen.“

Die „Salamitaktik“ zur Errichtung der bargeldlosen Welt erinnert an ein Zitat des ehemaligen EU-Kommissionschefs Jean-Claude Junker: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Es war übrigens Christine Lagarde, die als IWF-Chefin die Studie samt Anleitung zur Bargeldabschaffung propagierte. Die Französin steht heute an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB). Und das ist kein Zufall – in Sachen „Bargeldabschaffung“ läuft alles nach Plan:

  • Die Ausgabe des 500-Euro-Scheins wurde gestoppt;
  • In nahezu allen Euroländern gibt es plötzlich Obergrenzen für Barzahlungen;
  • Grenzüberschreitende Barzahlungen sind meldepflichtig;
  • In Schweden laufen die Werbekampagnen „Bargeld braucht nur noch deine Oma und ein Bankräuber“ und „Bargeld ist Blut in den Adern der Kriminalität“;
  • Die kleinen Centmünzen sollen laut EU-Kommission abgeschafft werden;
  • EZB-Chefin Lagarde fordert: Alle Bürger sollen in Zukunft statt Bargeld nur noch digitales Zentralbankgeld nutzen.

„Die globalen Eliten arbeiten daran, ihre Kontrolle über das Geldsystem zu perfektionieren“, schreibt Dr. Norbert Häring, Geldexperte des renommierten „Handelsblattes“ in seinem Artikel „Bis zur nächsten Krise ist das Bargeld abgeschafft.“

Bargeldabschaffung, Konsumzwang, Enteignung auf Knopfdruck und totale Kontrolle gepaart mit virtuellen Welten, Computerspielen und starken Unterhaltungsindustrien: Das werden die Herrschaftsmittel des 21. Jahrhunderts sein. Was sagte Aldous Huxley in seinem dystopischen Roman „Schöne neue Welt“ voraus: „Es wird ein System der Sklaverei geben, bei dem die Sklaven dank Konsum und Unterhaltung ihre Liebe zur Sklaverei entwickeln.”

EMPFEHLEN